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Der König und der Reis Da sagt der König: “So ein Scheiß, heute gibt’s schon wieder Reis!” Der Kellner antwortet mit gesenkter Stimm: “Reis mit Hühnchen, immerhin. Denn nach ihrer letzten Chinareise, war Reis doch ihre Lieblingsspeise!” Und die Königstochter mault: ”Mein Geschmack ist halb verfault, Nur noch Reis den ganzen Tag, und Hühnchen, das ich eh nicht mag.” Doch der Freund der Königsfamily: “Dieser Reis schmeckt gut wie nie! Nie im Leben hab ich so was Gutes gegessen, und wenn, dann habe ich`s vergessen.” “Nein, nein”, schreit der König, “so geht das nisch, am Freitag gab es immer Fisch. Nicht Hühnchen, so wie heute; wir sind doch nicht irgendwelche Leute!” Schlichtend mischt der Freund sich ein:“Lecker aber ist der Wein. Den könnt` ich den ganzen Tag lag fordern, laßt uns noch mal welchen ordern!” Doch die Königstochter spricht:“Ihr trinkt Wein, oh wie gemein. Ich muß mich mit Saft zufrieden geben, was ist das für ein Hundeleben!” “Denk doch an deine Linie”, sagt der König, ”mein schönes Kind, und trink den Mörensaft, geschwind. Kommt ein schöner Prinz vorbeigeritten, vergessen wir auch alle Sitten.” Mit rotem Kopf schaltet der Freund sich ein: “Der schöne Prinz könnt ich doch sein. Mich treibts schon lang an deinen Busen, komm laß uns gehn, komm laß uns schmusen.” “Näh, du bist viel zu fett”, hält die Königstochter über ihn Gericht, “und so `nen alten Knacker will ich nicht.” “Und außerdem”, bemerkt der König, “was mir nicht gefällt: Du hast zuwenig Geld. Bevor ich ihr einen Mann bestimme, will ich wissen, was mir das bringe.” Der Freund tritt voller Scharm aus dem Speisesaal hinaus, läuft die Wendeltreppe rauf, in der Seele einen Knick, knüpft er sich einen Strick, und hängt sich, ach du Schreck, an dem Fahnenmaste weg. Man hört noch seinen letzten Schrei... “Endlich ist’s mit ihm vorbei”, sagt heiter der Monarch, “dieser alte Schnorrer hatte zwar nie Kippen, aber immer was zu rauchen zwischen seinen Lippen. Mit seiner immergleichen Masche lag er mir schon lange auf der Tasche.” “Und diese ewige Schleimerei... Doch wer macht nun weg die Schweinerei? sollen wir den Beschluß nicht fassen, und ihn zur Mahnung aller Schnorrer einfach baumeln lassen?” “Das ist eine gute Idee, die besprechen wir gleich beim Tee. Und ihr Kellner seid doch alle Stoffel zuhauf, hört: Morgen will ich Kartoffelauflauf.” |
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